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Wiener und freiwillig in 2015: Zeitzeugen berichten

 

Menschen liegen überall um die Bahnhöfe am Boden. Sie hoffen auf einen Zug nach Deutschland. Viele sind alleine oder in Gruppe von mehrere Personen, die sich eigentlich gar nicht kennen. Eine Trennung zwischen diese, und die Familien ist nicht zu übersehen.

 

Es gibt ja auch Familien mit Kindern, wenn auch nicht wirklich viele. Meist wollen sie in den Familienverband auch bleiben. Mit den allein Reisenden wollen sie nicht wirklich viel zu tun haben. Auch nicht mit denen, die sich sehr religiös verhalten.

 

Sie sind alle ruhig, gefasst, bereit für die Abenteuer EU, für einen Zukunft in ungewissen, auf einen völlig fremden Kontinent, mit anderem Alphabet, andere Gesetzte, andere Traditionen, anderem Glauben; denkend dass sie sich niemals daran anpassen werden müssen.

 

Aber all das scheint in diesem Moment unwichtig zu sein. Es geht schließlich nur um das Retten des eigenen Lebens.

 

Außerdem in einer Demokratie wie EU ist, glauben sie in ihren eigenen Traditionen auch in EU weiter leben zu können. Manche hoffen auch, andere EU Staatsbürger von der Richtigkeit eigener moralische und religiöse Traditionen überzeugen zu können. Denn in einer Demokratie ist Meinungsfreiheit, das Durchsetzen eigener Gesetzte, Traditionen und Religion schließlich erlaubt. Das ist die Stärke der EU und zur gleich die Schwäche der ganze westliche Welt; der Schwachpunkt einer Gesellschaft mit wenige Kinder und sehr viele Freiheiten, der Wundpunkt einer Demokratie.

 

Denken sie.

 

Schauplätze (bitte auf die Karte klicken):

Hauptbahnhof

Westbahnhof

Maxergasse

Lindengasse


 

© 2020 Nicoleta Schiel